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Schwimmen im Kindergarten

Schwimmen im Kindergarten                                                                       

 

Seit dem Jahr 2013 können die zukünftigen Schulanfänger im Kindergarten das Zeugnis für Frühschwimmer – Seepferdchen- ablegen.

In Zusammenarbeit mit dem DLRG haben zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung an dem Lehrgang „Ausbildungsassistent Schwimmen“ teilgenommen und sind damit befugt, den Kindern die Entwicklung einer Schwimmtechnik- bei uns Brustschwimmen- zu vermitteln und die Prüfung für das Abzeichen „Seepferdchen“ abzunehmen.

Unser Ziel ist es, möglichst vielen Kindern das Erwerben von schwimmerischen Fähigkeiten zu ermöglichen, denn wir sehen die Anfängerschwimmausbildung als das entscheidende Element der Vorbeugung des Ertrinkens.

Viele Kinder haben im Rahmen unserer Schwimmkurse gelernt, sich angstfrei im Wasser zu bewegen und viele Schritte der Ausbildung zum Seepferdchen (Gleiten, Tauchen, Springen…) bewältigt. In jedem Schwimmkurs haben es mindestens 50% der Kinder geschafft, das Abzeichen „Seepferdchen“ zu erlangen.

 

Anhörung: Wenn Kinder nicht schwimmen können

(26.4.2016) Das Thema „Schwimmfähigkeit“ von Kindern stand im Mittelpunkt einer Sachverständigen-Anhörung des Sportausschusses. Grundlage war ein Antrag der FDP-Fraktion sowie ein gemeinsamer Entschließungsantrag der Fraktionen von SPD und GRÜNEN.

Nach dem Ende der Grundschulzeit sollten Kinder schwimmen können – so sehen es die Vorgaben in Nordrhein-Westfalen vor. Tatsächlich aber könne rund ein Drittel der Kinder dies nach der 4. Klasse nicht, kritisiert die FDP-Fraktion in ihrem Antrag („Sicheres Schwimmen kann Leben retten – Schwimmfähigkeit am Ende der Grundschulzeit überprüfbar definieren“, Drs. 16/10293). Die Landesregierung müsse sicherstellen, dass das gesteckte Ziel erreicht werde. Zudem solle sie die Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler nach der Grundschulzeit zentral erheben und auswerten. Schwimmen sei eine „Grundfertigkeit, die besonders für das Überleben am und auf dem Wasser wichtig ist“. Allein im Jahr 2014 seien in NRW 49 Menschen ertrunken.

Die Schwimmausbildung sei in NRW ein „verbindlicher und integraler Bestandteil der Kernlehrpläne Sport“ und genieße einen hohen Stellenwert, betonen SPD und GRÜNE in ihrem Entschließungsantrag (Drs. 16/10481). Die Landesregierung unternehme „gemeinsam mit mehreren Partnern große Anstrengungen, zusätzlich zum obligatorischen Schwimmunterricht die Schwimmfähigkeit eines jeden Kindes zu verbessern und zu sichern“. Die Fraktionen fordern die Landesregierung u. a. auf, das Programm „NRW kann schwimmen“ zu verlängern und dabei die „besondere Situation neu zugewanderter und geflüchteter Kinder“ verstärkt zu berücksichtigen. Zudem solle sie die interkommunale Zusammenarbeit unterstützen, um das Schulschwimmen sicherzustellen.

Auch wenn nicht jedes einzelne Kind am Ende das Abzeichen „Seepferdchen“ in den Händen hält, so haben aber alle Kinder wichtige schwimmerische Fähigkeiten erworben und damit die ersten Hürden auf dem Weg zu einem Frühschwimmer bewältigt oder  sind auf dem Weg zu einem sicheren Schwimmer.